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ist die Swiss eine Fluggesellschaft ohne Herz

Newsartikel aus den Bereichen: swiss, sport und fluggesellschaft

last modified: 04.07.2009
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ist die Swiss eine Fluggesellschaft ohne Herz

Verfasst: 2007-12-31 17:01:30 Uhr - von Brigitte Born
Tags: swiss, sport, fluggesellschaft

Die schweizerische Fluggesellschaft Swiss soll sich geweigert haben, ein krankes Kind nach Boston zu fliegen. Man stellt sich nun also die Frage, ist die Swiss eine Fluggesellschaft ohne Herz?

Der kleine Anton aus Polen hat seit seiner Geburt keine getrennte Speiseröhre und Luftröhre. Das Kind muss mit einer Maschine alle paar Minuten vom Speichel befreit werden, da es sonst ersticken würde. Auch essen kann der kleine Anton nicht.

Nun haben die Eltern Ärzte gefunden, welche ihren Sohn operieren könnten, und ihm so zu einem ganz normalen Leben verhelfen würden. Die Ärzte sind aber in Boston. Anton muss für die Operation also nach Boston fliegen. Dies wollten seine Eltern auch tun, mit der Swiss wollten sie am 7. Januar von Warschau über Zürich nach Boston fliegen.

Nun hat die Swiss sich aber geweigert den kranken Jungen mitfliegen zu lassen. Nicht weil sich die Swiss Sorgen wegen der Sicherheit des Jungen machen würde, sondern weil sich die Swiss sorgt, dass sich andere Passagiere durch den kranken Jungen gestört fühlen könnten. Die Swiss lässt Anton nicht mitfliegen, weil sie denkt, dass ihre Passagiere sich ekeln würden. Was für Passagiere hat denn die Swiss? Herzlose? Oder ist es nicht eher die Swiss die kein Herz hat, und die Passagiere sollen nun einfach die Schuldigen sein?

Zum Glück für den kleinen Anton und seine Familie, gibt es aber doch noch Fluggesellschaften mit Herz. So habe sich angeblich sowohl die LOT wie auch die British Airways sofort bereit erklärt, den kranken Jungen nach Boston zu fliegen.

Die Ärzte in Boston operieren den erst gerade zwei Jahre alten Anton übrigens kostenlos. Für den Flug und den Aufenthalt der Eltern in den USA kommt der Arbeitgeber der Mutter auf.

Die Swiss hätte also nicht mal einen Freiflug spenden müssen, der Flug wäre vollumfänglich bezahlt worden. Trotzdem will die Swiss nicht helfen.

Dies wird wohl keine sehr positive Werbung für die Schweizer Fluggesellschaft Swiss sein. Es könnte doch durchaus sein, dass sich der eine oder andere Fluggast nicht mehr als Swiss-Passagier outen möchte. Schliesslich sind es ja nun die Passagiere der Swiss die herzlos sind.

Jeder der selber Kinder hat, kann vermutlich verstehen was dieser Entscheid der Swiss für diese Familie bedeutet.

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